Leipzig, 7. 4. 2026
Landeshauptmann erhielt bei Eingriff in Uniklinikum Leipzig Stimmprothese
LH Hans Peter Doskozil wurde im Zuge einer Kontrolluntersuchung im HNO-Universitätsklinikum Leipzig vor Ostern kurzfristig erneut operiert. Auf Empfehlung seines behandelnden Arztes, Professor Andreas Dietz, wurde dabei eine Maßnahme gewählt, die schon länger als Option im Raum stand und durch die aktuelle Dynamik der Erkrankung notwendig wurde: Dem Landeshauptmann wurde der Kehlkopf entfernt und durch eine Stimmprothese ersetzt. Professor Dietz bewertet den Eingriff als entscheidenden Schritt: Er bedeute die Befreiung von einer langjährigen chronischen Erkrankung und eröffne die Aussicht auf eine vollständige Heilung. „Landeshauptmann Doskozil wird nach einer entsprechenden Regenerations- und Trainingsphase wieder gut und voraussichtlich sogar besser sprechen können als zuvor.“

LH Doskozil hatte sich am Mittwoch zur Kontrolle ins Leipziger Uniklinikum begeben. Dort wurde festgestellt, dass es neuerlich zu einer schneller als bislang fortschreitenden Verknöcherung an seinem Kehlkopf gekommen ist. Eine operative Beseitigung nach bisherigem Muster wäre zwar denkbar gewesen, hätte jedoch höchstwahrscheinlich weitere Eingriffe in kurzen Abständen erforderlich gemacht. Daher hat sich der Landeshauptmann in Abstimmung mit seiner Frau Julia und seinen Kindern auf Empfehlung von Prof. Dietz für die nachhaltigere Lösung entschieden.
„Der chronische Charakter der Erkrankung und die mittlerweile zehn Eingriffe haben als Gesamtbild dazu geführt, dass die Funktion des Kehlkopfes nicht mehr aufrechtzuerhalten war. Gleichzeitig wurde das Atmen zunehmend erschwert, und das Risiko weiterer, sehr kurzfristiger Operationen blieb hoch“, erklärt Prof. Dietz: „Im Zug der Operation wurden Atmung und Schluckfunktion vollständig rekonstruiert und erfolgreich eine Stimmprothese eingesetzt – ein kleines, hochentwickeltes Ventil zwischen Luft- und Speiseröhre, das mit entsprechender Übung eine stabile, gute Stimmbildung ermöglicht.“
Der Eingriff verlief ohne Komplikationen und erfolgreich. „Als behandelnder Arzt gehe ich von einer vollständigen Genesung und einer deutlich höheren Belastbarkeit des Landeshauptmannes aus“, so Prof. Dietz: „Er wurde damit von seiner langjährigen Erkrankung befreit. Nach der Abheilung wird er wieder problemlos sprechen können – mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar besser als zuvor. Auch der belastende Rhythmus immer wiederkehrender Operationen ist damit durchbrochen.“
LH Doskozil wird voraussichtlich noch rund zehn Tage in der Klinik bleiben, eine intensivmedizinische Betreuung war diesmal nicht nötig. Danach ist eine mehrwöchige Regenerationsphase vorgesehen. Während dieser Zeit wird er in seinen öffentlichen Ressortfunktionen von Landesrat Leo Schneemann vertreten, bleibt jedoch laufend in enger Abstimmung mit seinem Regierungsteam und erledigt Regierungsakte auf elektronischem Weg. Das LH-Büro wird über den weiteren Genesungsverlauf informieren. „Dem Landeshauptmann geht es den Umständen entsprechend gut, und er kommuniziert mit seinem engsten Stab bereits wieder via Handy. Er ist überaus dankbar für die große Solidarität, die ihm die Burgenländerinnen und Burgenländer entgegenbringen. Das ist für ihn ein ungemein wichtiger Rückhalt. Wer ihn kennt, weiß, dass er gerade deshalb schon sehr auf sein Comeback brennt“, heißt es aus Doskozils Büro.

